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Ort:
Orissa
 
Art des Projekts:
Notfallhilfe, Trinkwasserversorgung, Kremation, Wiederaufbau von Häusern
 
Projektdauer:
1999 - 2000
 
Projektbeschreibung:
Im Oktober 1999 wurde der Orissa-Distrikt (Indien) von einem verheerenden Zyklon heimgesucht, danach folgte starker Regen. Die Folgen dieser Katastrophe wurden in drei Kategorien klassifiziert: erstens die materielle Zerstörung durch die Stürme, zweitens der starke Regen, der zu Überschwemmungen führte, und drittens eine 6 m hohe Flutwelle, die das Land und das Grundwasser versalzte. Die Distrikte Balasore, Cuttak, Ganjam, Jagatsinghpur, Jaipur und Kendrapara waren am stärksten betroffen. Hilfsorganisationen schätzen, dass von der Katastrophe über 15 Millionen Menschen betroffen waren.
 
Die Trinkwasserversorgung im Katastrophengebiet wurde völlig zerstört. Elektrische und Telekommunikationsanlagen wurden stark beschädigt. 90 - 100% der Ernte wurden vernichtet. Ernte- und Lebensmittelbestände wurden durch den Sturm weggetragen.
 
Das dringlichste Problem war, dass die im Wasser treibenden Leichen und Tierkadaver, das Wasser verseuchten. Wegen der unterbrochenen Stromversorgung waren die Pumpen außer Betrieb; die Wasserversorgung wurde dadurch erschwert. Die meisten Handpumpen waren zerstört und Ziehbrunnen konnten wegen der Versalzung des Grundwassers nicht benutzt werden. Das Einsammeln der Leichen und Tierkadaver wurde zu einer dringenden Notwendigkeit. AMURT war eine der wenigen Hilfsorganisationen, die sich daran beteiligte.
 
Wir leisteten ebenfalls Notfallhilfe, indem wir die Überlebenden mit Nahrungsmitteln, Kleidung und Medikamenten versorgten. Noch vor Beginn der Sommerhitze veranlasste AMURT den Wiederaufbau der zerstörten Häuser. Da AMURT Bambus für das Hausgerüst und Reishalmen für das Dach zur Verfügung stellte, waren die einheimischen Familien in der Lage, ihre Häuser auf traditionelle Art wieder aufzubauen.
 
Das Säubern und Desinfizieren der Brunnen nahm viel Zeit in Anspruch. Viele Brunnen waren völlig zerstört und konnten nicht mehr repariert werden. AMURT bohrte neue Grundwasserreservoire, um die Bevölkerung mit sauberem Trinkwasser versorgen zu können. Im Nupada-Distrikt stellte die Organisation zusammen mit UNICEF neue Wasserpumpen für 30 Dörfer und für 25 000 Einwohner bereit.
 
Projektpartner:
UN (UNICEF)