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Ort: Kigali
Art des Projekts: Unterstützung für Rückkehrer, Wiederaufbau von Schulen, Bildung, Unterstützung für Waisen, Kleinunternehmen für Frauen
Projektdauer: 1994 - 2003
Projektbeschreibung: 1994 erlebte Ruanda den schlimmsten Völkermord der heutigen Zeit. Über 800 000 Menschen wurden brutal getötet. Der Krieg hinterließ Millionen Flüchtlinge und Hunderttausende Waisen.
Als AMURT 1994 die Arbeit in Ruanda aufnahm, war es für die Bevölkerung höchste Zeit, Hilfe zu bekommen. Zunächst versorgte AMURT die Rückkehrer mit dem Nötigsten, um ihr Überleben zu sichern und ihr Leben wieder aufzubauen. Im Anschluss erhielten Waisen Unterstützung in Form von Ausbildung, Unterkunft und medizinischer Versorgung. Der Krieg hatte das Schulsystem völlig zerstört. Mit den Geldern der Japanischen Botschaft baute AMURT in Kigali und in 16 benachbarten Dörfern Grundschulen wieder auf. Darüber hinaus wollte AMURT mithilfe der Ausstattung der Schüler mit Schuluniformen die Anwesenheit in den Schulen steigern. In Zusammenarbeit mit der UNICEF wurden auch Lehr- und Lernmaterialien verteilt. Insgesamt konnten 197 Grundschulen von diesem Programm profitieren. Es ist diesem Projekt zu verdanken, dass über 100 000 Schüler wieder in die Schule gehen konnten. Die Lehrergehälter wurden über das Programm des WFP „Food for Work“ finanziert. Etwa die Hälfte der weiblichen Bevölkerung in Ruanda verlor im Krieg den Ehemann. Diese Witwen mussten plötzlich für sich und ihre Familien sorgen. AMURT unterstützte sie bei der Gründung ihrer eigenen Unternehmen und organisierte Netzwerke. Die Schneiderei-Netzwerke wurden mit Nähmaschinen und die Fischerei-Netzwerke mit Fischen für die Aufzucht ausgestattet.
Projektpartner:
UNICEF/UNESCO, WFP, UNHCR DEZA (Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit Schweiz) Japanische Botschaft |
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