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Ort:
Yalova
 
Art des Projekts:
Notfallhilfe, psychologische Unterstützung der Erdbebenopfer
 
Projektdauer:
1991 – 2001  
 
Projektbeschreibung:
Im August 1999 wurde der Nordwesten der Türkei von einem verheerenden Erdbeben der Stärke 7,6 und von zahlreichen Nachbeben erschüttert. Die Städte Izmir, Adapazari, Golcuk und Yalova waren am schlimmsten betroffen. Tausende Menschen wurden unter dem Schutt zerstörter Häuser begraben. Die türkische Regierung rief den Notstand aus und bat um internationale Hilfe. Laut Regierungsangaben starben über 15 000 Menschen und über 66 000 Häuser wurden zerstört oder schwer beschädigt.
 
AMURT war sofort vor Ort, um das Ausmaß der Katastrophe und die Not der Erdbebenopfer einzuschätzen. Zunächst wurden Güter wie Wasser und Nahrungsmittel in Yalova verteilt. Aufgrund der katastrophalen Zustände in der Region waren die Menschen verzweifelt und litten an posttraumatischem Stress und an Depressionen. Emotionale Probleme waren typisch für die ersten Hilfslager.
  
In Zusammenarbeit mit dem Verband „Turkish Psychological Association of Istanbul“ errichtete AMURT ein psychologisches Betreuungszentrum im „Kazim Karabekir“-Empfangslager im Hacimehmet Tal. Viele Freiwillige, darunter zahlreiche türkische Psychologie-Studierende, halfen bei der Unterstützung und Betreuung der traumatisierten Menschen.
 
Das Projekt wurde 2001 an das Deutsche Rote Kreuz übergeben.
 
Projektpartner:
Turkish Psychological Association in Istanbul
Schweizerisches Rotes Kreuz
UBS